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Island Urlaub abseits der Trampelpfade

Island kann man sich jetzt leisten, die Krise hat somit auch was Gutes. Bier ist z.B. ein Drittel billiger als es vor der Krise war! Die Zimmerpreise sind stark gesunken. Das Landesinnere ruft. Ab ins unwirtliche Hochland, wohin sich früher notgedrungen nur Gesetzlose und Verbannte trauten. Vulkanausbrüche, manche vor gar nicht langer Zeit, formten eine Landschaft wie auf einem anderen Planeten. Kein Wunder, dass die NASA ihre Apollo-Astronauten hier trainieren ließ. Ein reißender Schmelzwasserfluss begegnet uns immer wieder. Wir steigen auf einen Gletscher, um Solfatare (Austritt heißer Schwefelgase aus dem Boden) im Eis zu besuchen, duschen unter einem warmen Wasserfall und lassen die Blicke schweifen über die endlose Vulkanlandschaft. Die farbenfrohen Rhyolith-Berge um Landmannalaugar und Lakagígar um den erloschenen Vulkan Laki liegen dicht beieinander. Laki sorgte im 18. Jahrhundert für den größten der Menschheit bekannten Vulkanausbruch. Er und seine weit über hundert Nebenkrater zeugen noch heute, von weichem Moos bewachsen, still von der Naturkatastrophe. Die Eisberglagune Jökullsarlón ist ein Schmelzwassersee, in dem malerisch große Eisbrocken treiben; sie schmelzen langsam ab oder treiben ins Meer. Wir kommen uns vor wie in der Arktis. Der Kaltwassergeysir Strokkur hält seine Besucher gern zum Narren, indem er einen Ausbruch "antäuscht", der Gullfoss zeigt seinen berühmten Regenbogen in der Abendsonne. Nach einem Abstecher zu den Eishöhlen wie Surtshellir und weiteren Solfataren bei Hveravellir nehmen wir Kurs nach Norden, immer dem Regenwetter ausweichend. Der Myvatn, ein großer und flacher See, der Vulkan Krafla und weitere geothermale Anzeichen für den heißen Kern der Insel liegen dort. Nach einer Fahrt auf einem umgebauten Kutter in der Buch von Husavík, auf der wir Wale und Tümmler sehen, ist es Zeit für ein Bad in einem warmen See.


Island Urlaub jetzt günstig

Reykjavik - Die Wirtschaftskrise in Island hat nicht nur negative Seiten. Für Reisende, die das Inselreich im Norden Europas als Ferienziel ins Auge fassen, hat der Kursverfall der isländischen Krone die hohen Kosten drastisch reduziert. Island ist ein günstiges Reiseziel geworden!

Die Tatsache, dass Island nun erschwinglich geworden sei, schlägt sich im großen Interesse an der Destination nieder. Zu den ganzen großen Erlebnissen während der kälteren Jahreszeit - die Temperatur fällt übrigens aufgrund des Golfstroms selten auf unter drei Grad minus - zählt das Polarlicht. Die Aurora borealis, so nennen die Forscher das Licht, entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen von der Magnetosphäre und Sauerstoff-Ionen auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Dort regen sie die vorhandenen Luftmoleküle zum Leuchten an.

Leuchten in den Augen verursacht auch der Weihnachtsbummel durch die Geschäfte Reykjaviks. Der Lebensstil der Isländer mit lässigem Charme und hippem Lifestyle ist weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden. Die Isländer, die wegen ihrer Gelassenheit und ihrem häufigen Zu-Spät-Kommen als 'Italiener des Nordens' gelten, zeigen sich als Genießer, was Chic und Lebensqualität anbelangt.

Ganz groß geschrieben in Island wird Wellness. Für den Isländer gehört es zum fixen Termin, mindestens einmal pro Woche in den heißen Quellen ein Bad zu nehmen. Die Thermen, so auch die berühmte Blaue Lagune, befinden sich alle unter freiem Himmel. Allein um Reykjavik gibt es 16 solcher Bäder, die übrigens über Becken mit verschiedenen Wassertemperaturen verfügen. Da alles sehr klein und familiär ist, besteht überall die Möglichkeit, Bekannte oder Freunde zu treffen und während des Bades ausgiebig zu diskutieren.

Außerhalb der beschaulichen Hauptstadt Reykjavik erwarten den Besucher natürlich auch noch einige spektakuläre Natursehenswürdigkeiten. Auch wenn die Wintertage kurz sind, kann man dem großen Geysir Strokkur oder Gullfoss, dem goldenen Wasserfall, einen Besuch abstatten.